Gecko House

Erschaffe atemberaubende, naturnahe Habitate für deine Geckos.

Bewohner & Habitate

Leopardgecko Terrarium im Wüsten-Stil

Der Leopardgecko

Wüste/Steppe Bodenbewohner

Leopardgeckos stammen aus den trockenen Steppenregionen. Ihr Terrarium sollte ein strukturiertes Wüstenhabitat nachahmen.

  • Klima: Tagsüber 26-28°C (Sonnenplatz bis 40°C). Nachtabsenkung auf Zimmertemperatur.
  • Luftfeuchtigkeit: 30-40% tagsüber, nachts bis 60%.
  • Einrichtung: Grabfähiges Sand-Lehm-Gemisch, Steinaufbauten (gesichert!) und Verstecke in allen Temperaturzonen.
  • Must-Have: Eine Wetbox (Feuchthöhle) ist für die problemlose Häutung zwingend erforderlich.
Kronengecko Terrarium im Tropen-Stil

Der Kronengecko

Tropenwald Baumbewohner

Kronengeckos leben in den feuchtwarmen Wäldern Neukaledoniens. Sie benötigen hohe, vertikal ausgerichtete Terrarien.

  • Klima: Tagsüber 22-27°C. Keine Überhitzung (niemals über 30°C!). Nachts 18-22°C.
  • Luftfeuchtigkeit: 60% tagsüber, Anstieg auf 80%+ nachts durch abendliches Sprühen.
  • Einrichtung: Viele Kletteräste, Korkröhren, dichte Bepflanzung (Verstecke) und Kokoshumus als Bodengrund.
  • Must-Have: Vertikale Strukturierung und gute Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Die richtige Pflanzenwahl

Wüstenpflanzen im Terrarium

Wüsten-Pflanzen (Leopardgecko)

Für das Wüsten- oder Steppenterrarium eignen sich trockenresistente Pflanzen, die Feuchtigkeit in ihren dicken Blättern speichern.

  • Geeignet: Sukkulenten (z.B. Echeveria, Aloe, Haworthia), Tillandsien (Luftnelken), trockenes Gras.
  • Vermeiden: Kakteen oder Agaven mit spitzen Dornen, an denen sich die Geckos verletzen könnten.
  • Tipp: Leopardgeckos graben gerne. Es empfiehlt sich oft, Pflanzen in ihren Töpfen in den Sand einzulassen oder sogar auf sehr realistische Kunstpflanzen zurückzugreifen, um ständiges Entwurzeln zu verhindern.
Tropenpflanzen im Terrarium

Tropen-Pflanzen (Kronengecko)

Lebende Pflanzen sind hier essentiell für das Mikroklima. Sie helfen, die nötige hohe Luftfeuchtigkeit konstant zu halten und dienen als natürliche Verstecke sowie Trinkquellen (Tropfen lecken).

  • Geeignet: Efeutute (Epipremnum), Ficus (z. B. Ficus pumila), Bromelien, Farne, Einblatt (Spathiphyllum).
  • Pflege: Die Blätter müssen regelmäßig besprüht werden. Sorge für eine Drainageschicht am Boden, damit die Wurzeln nicht faulen.
  • Vorteil: Durch eine gute Bepflanzung entsteht ein eigener kleiner Biokreislauf, der sogar Schadstoffe abbauen kann.

Beleuchtung & Technik

Tageslicht-Simulation

Rhythmus

Ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus ist für alle Geckos lebenswichtig. Dieser lässt sich am einfachsten mit einer LED-Beleuchtung (ca. 6500 Kelvin) simulieren, die über eine Zeitschaltuhr (12 Stunden Rhythmus) gesteuert wird. Dies fördert nicht nur das Aktivitätsmuster der Tiere, sondern sorgt auch für optimales Pflanzenwachstum.

UV-B Strahlung

Gesundheit

UV-B Licht hilft Reptilien bei der körpereigenen Synthese von Vitamin D3, welches für einen gesunden Knochenbau essentiell ist.

  • Leopardgeckos: Profitieren sehr von einer schwachen UV-B-Quelle (Zone 1/2), auch wenn sie oft dämmerungsaktiv sind.
  • Kronengeckos: UV-B ist stark umstritten, wird aber in geringen Dosen zunehmend von Experten empfohlen.

Wärmequellen

Temperatur

Da Geckos wechselwarm sind, brauchen sie externe Wärmequellen. Wärme sollte idealerweise immer von oben (z.B. über einen Halogenspot) kommen, wie in der Natur durch die Sonne. Heizmatten oder Heizkabel, die im Boden vergraben werden, sind unnatürlich und können bei grabenden Arten wie dem Leopardgecko zu gefährlichen Verbrennungen führen.

Bauanleitung: Terrarium Rückwand

Eine strukturierte Rückwand erweitert den Lebensraum (besonders wichtig für Kronengeckos) und speichert Wärme. Hier ein Bauvorschlag aus Styropor und Fliesenkleber.

  1. Zuschneiden & Kleben

    Schneide Styroporplatten (z.B. 2-5 cm Dicke) auf die Maße deiner Terrarienrückwand zu. Klebe sie mit Aquariensilikon an die Rückscheibe. Forme mit Reststücken Plateaus (für Leopardgeckos) oder Pflanztaschen (für Kronengeckos) und klebe sie ebenfalls fest.

  2. Strukturieren

    Verwende ein Cuttermesser oder einen Heißluftföhn (Vorsicht, giftige Dämpfe! Nur draußen!), um das Styropor zu bearbeiten und eine natürliche Fels- oder Baumrindenstruktur zu schaffen. Raue Kanten wirken natürlicher.

  3. Fliesenkleber auftragen

    Mische flexiblen Fliesenkleber an. Trage 3-4 dünne Schichten mit einem Pinsel auf. Lass jede Schicht gut durchtrocknen (meist 24 Stunden), bevor die nächste folgt. Die letzte Schicht bringt die Stabilität.

  4. Farbliche Gestaltung & Versiegelung

    Mische lösungsmittelfreie Abtönfarbe (z.B. Ocker/Braun für Wüste, dunkles Braun/Grün für Tropen) in die letzte Schicht Fliesenkleber oder trage sie danach auf. Für Tropenterrarien (Kronengeckos) muss die Rückwand zwingend mit Epoxidharz (Terrarientauglich) oder Spielzeuglack versiegelt werden, damit sie wasserfest ist.

Pro-Tipps für den Start

1. Die Quarantäne

Setze Neuzugänge immer erst für 4–6 Wochen in ein spärlich eingerichtetes Quarantäne-Terrarium (z.B. auf Küchenpapier). So kannst du den Kot auf Parasiten untersuchen lassen, bevor du dir eventuell Milben oder Würmer in dein aufwendiges Hauptterrarium einschleppst.

2. Der Putztrupp (Bioaktiv)

Siedle "Hygienepolizei" wie Weiße Asseln und Springschwänze im Bodengrund an. Sie ernähren sich von Kot-, Haut- und Pflanzenresten. Das beugt besonders im feuchten Tropenterrarium (Kronengecko) Schimmelbildung extrem effektiv vor und erspart viel Arbeit.

3. Präzise Messungen

Verzichte auf günstige analoge Zeiger-Thermometer zum Aufkleben an die Scheibe – sie sind ungenau und messen meist nur die Scheibentemperatur. Nutze digitale Thermometer mit Kabelfühlern, um die Temperatur exakt direkt unter dem Spot oder in der Wetbox zu kontrollieren.